Der zweite Fastentag

Der Tag begann heute um kurz vor neun. Geschlafen habe ich eigentlich ziemlich gut und am Morgen hatte ich auch keinen Hunger, aber als ich aus dem Bett gestiegen bin, wurde mir direkt schwindelig. Auch wenn ich das Fasten definitiv nicht wegen des Gesichtsverlusts mache, habe ich ja seit dem ersten Entlastungstag verschiedene Werte wie Gewicht, nüchtern Blutzuckerspiegel, Blutdruck und Körpermaße. Im Einzelnen stelle ich euch die Ergebnisse in meinem Fazit vor, aber ich hab allein seit gestern 1,1kg Gewicht verloren - das fand ich schon ziemlich krass, auch wenn mir bewusst ist, dass das Wasserverlust und fehlende Nahrung im Magen-Darm-Trakt ist. 

Am Morgen gab es dann einen Ingwertee um den Kreislauf ein bisschen in Schwung zu bringen und wir haben Zuhause noch ein bisschen aufgeräumt und ausgemistet bis mein Kreislauf wieder so stabil war. Dann hab ich mich an meine schwierigste Aufgabe des Tages gewagt: meinen Lauf von 1h35min, der im Zuge meines Halbmarathontrainings heute auf dem Plan stand. Das Wetter war fantastisch, mit Abstand der wärmste und schönste Tag bisher, aber die Hitze in der Sonne hat es zusätzlich anstrengend gemacht und ich hatte mir im Vorfeld einen halben Liter Wasser mitgenommen, den ich auch dringend gebraucht habe. Zuerst fing es ganz okay an - ich hab zwar gemerkt, dass ich nicht so viel Energie habe wie sonst und mein Puls ist schneller hoch gegangen wenn ich versucht habe normales Tempo zu laufen. Deshalb bin ich einfach ein bisschen langsamer gelaufen, das war schon okay. Nach etwa 30-40min würde es etwas anstrengender, als ich an einer der wenigen Steigungen auf meiner Strecke angekommen bin. Die von ich dann einfach gegangen. Als ich nach 50min von der Pulsfrequenzzone 2 auf 3 wechseln sollte, hab ich plötzlich gemerkt, dass mir wirklich einfach die Kraft fehlt viel schneller zu laufen als zuvor. Als die letzten 25min angebrochen sind, war ich eigentlich nur noch davon motiviert, dass es bald vorbei ist und am Ende das Auslaufen hab ich auch nur im Gehen absolvieren können. Puh! Das ganze hat mich echt ordentlich feddich gemacht und Zuhause haben mich der frische Gurkensaft und die Dusche dann auch kurzfristig erfrischt, aber ich wollte mich eigentlich gerne nur noch aufs Sofa legen und schlafen. 

Aus der Erfahrung von gestern hab ich das aber direkt verworfen, denn wenn der Kreislauf einmal abgesackt ist, wir's man nur noch müder und schlapper. Deshalb haben wir uns auf einen ordentlichen Fußmarsch zum Gartencenter gemacht um Erde, Pflanzen und Töpfe zu kaufen und damit mein zweites Tagesziel erreichen zu können: eintopfen und umtopfen. Besonders der Heimweg hatte es in sich, denn so viel schwere Einkäufe zu Fuß zu transportieren ist ohne Nahrung um ein Vielfaches anstrengender. Das Pflanzen hat mich aber gut abgelenkt  und mich den Rest des Nachmittags fit und vergnügt gehalten. Gärtnern macht mir einfach sehr viel Spaß, ich schiebe es nur oft sehr lange vor mir her, weil man danach immer so viel sauber machen muss. 

Danach sind wir noch kurz frischen Sauerkrautsaft einkaufen gegangen. Das war wirklich mies, weil jede Art von Lebensmitteln und essen einfach unheimlich getriggert hat. 

Zuhause gab's dann wieder eine leckere Gemüsebrühe und einen entspannten Sofaabend.

Soviel zu Tag zwei. Mal schauen wie morgen noch so läuft - Endspurt. 

Weiterlesen
Mein Fastenexperiment über Ostern

Hallo ihr Lieben,

die Ostertage stehen vor der Tür und dieses Jahr fahre ich nicht zur Familie, um zu schlemmen, sondern habe mich für ein dreitages Fasten Zuhause entschieden.

Fasten wollte ich schon lange Mal wieder, jedoch habe ich nie die Zeit dafür gefunden. Aus Angst vor Leistungsabfall und Kopfschmerzen wollte ich, zum Beispiel, ungern gleichzeitig arbeiten, sondern die Zeit bewusst wahrnehmen und sinnvoll nutzen können, um mich mit mir und meinem Gedanken zu beschäftigen.

Die Osterzeit ist nun der perfekte Zeitpunkt dafür.


Die gesamte Fastenzeit soll insgesamt fünf Tage lang dauern. Beginnt wird mit zwei Entlastungstagen. An diesen Tagen werden weder Zucker, noch Alkohol, Koffein, stark fettige fettige und salzige Speisen zu sich genommen.  Am Abend von Tag zwei wird dann abgeführt. Danach wird drei Tage gefastet. Es gibt ne Menge Tee, salzfreier Gemüsebrühe und ein bisschen Gemüsesaft. Am Montag wird dann langsam wieder aufgebaut mit etwas Gemüse und Kartoffeln.


Ich bin schon ganz gespannt wies laufen wird.

Mittwoch war der erste Entlastungstag und abgesehen davon, dass ich ohne den schwarzen Tee ziemlich müde und teilweise unkonzentriert war, lief es soweit ganz gut. Ich war den ganzen Tag auf einem Seminar und da hätte mir ein bisschen Koffein durchaus gut getan.

Donnerstag habe ich morgens noch mein Intervalltraining absolviert und mittags und am Abend ein bisschen Reis und Spinat gegessen. Abends ging es dann ans Abführen mit Glaubersalz. Ziemlich unangenehm.  

Ich werde euch weiterhin auf dem Laufenden halten wie es läuft.

 

 

Weiterlesen